corpus

Camera Obscura

 

 
Die Camera obscura (dunkle Kammer) aber auch Lochkamera genannt


Das Prinzip wurde bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. erkannt. In der apokryphen Schrift wurde zum ersten Mal die Erzeugung eines auf dem Kopf stehenden, seiten verkehrtes Bildes beschrieben, wenn das Licht durch ein kleines Loch in einen dunklen Raum fällt.

Vom Ende des 13. Jahrhundert an wurde die Camera obscura von Astronomen zur Beobachtung von Sonnenflecken und Sonnenfinsternissen benutzt, um nicht mit bloßem Auge in das helle Licht der Sonne blicken zu müssen.

Nachdem es im Mittelalter gelang, Linsen zu schleifen, ersetzte man das kleine Loch durch eine größere Linse.

Im Jahre 1686 wurde eine transportable Camera obscura konstruiert. Ein Spiegel, der im Winkel von 45 Grad zur Linse im Inneren der Kamera angebracht war, projizierte das Bild nach oben auf eine Mattscheibe, wo es bequem abgezeichnet werden konnte. Deshalb wurde die Camera Obscura von Malern vor der Fotografie gern als Zeichenhilfe genutzt. Man konnte in ihr die Landschaft auf Papier abmalen und dabei alle Proportionen richtig wiedergeben.

Die Camera obscura ist das einfachste Gerät, mit dem sich optische Abbildungen erzeugen und ablichten lassen. Du benötigst dafür keine optische Linsen, sondern nur eine dunkle Zelle (eine camera obscura), eine kleine, verschließbare Öffnung in der Frontwand dieser Zelle und lichtempfindliches Material (Fotopapier oder Film) auf der gegenüberliegenden Innenseite, um das entstandene reelle Bilder aufzunehmen. Dieses Gerät darf nicht Lichtdurchlässig sein, sonst passiert es das das Fotopapier vorher belichtet wird.

Auch heute noch kann man das Prinzip der Kamera obscura rekonstruieren und Fotos belichten. Der Nachteil dabei ist, man muss sich das Fotopapier bestellen und ist leider nicht günstig zu erwerben. Man braucht eine Dunkelkammer und Rotlicht um somit das Fotopapier nicht vorher zu belichten. Das Fotopapier ist mit Chemikalien beschichtet, was dazu führt das das Bild an Tageslicht sofort anfängt zu belichtet. Daher muss man beachten das dieses Fotopapier nicht ans Tageslicht kommt, sondern nur im Rotlicht behandelt werden darf. In dem Rotlicht sind die Lichtwellen viel geringer als in anderen Lichtquellen (wie bzw. Tageslicht, Leuchten, Taschenlampen ect.) das Fotopapier kann somit nicht belichtet werden.
Das klassische Fotopapier für ein schwarzweißes Bild besteht aus einem festen, papiernen Träger, auf den eine weiße Schicht aus Bariumsulfat (auch Baryt genannt) und anschließend eine lichtempfindliche Schicht aufgebracht worden ist. Die lichtempfindliche Schicht besteht, wie in der klassischen Fotografie üblich, aus in Gelatine aufgeschlämmten Silberhalogenidkörnchen, in der Hauptsache Silberbromid.



Die funktionsweise der Camera obscura
Ein kleines Loch auf einer Projektionsfläche erzeugt eine Abbildung von Gegenständen, die Licht reflektieren oder selbst leuchten. Die Zeichnung rechts zeigt zwei Strahlenbündel, die von zwei Punkten eines Gegenstands in das Loch eintreten. Der kleine Durchmesser der Blende beschränkt die Bündel auf eine kleine Öffnung und verhindert die vollständige Überlappung der Lichtstrahlen. Strahlen vom oberen Bereich eines Gegenstands fallen auf den unteren Rand der Projektionsfläche, Strahlen vom unteren Bereich erreichen den oberen Rand.





1. Entwickelt, Fixiert, gewässert und getrocknet

2. Farblich umkehren und Horizontal spiegeln

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